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Fair Companies - Fair Company-Regeln Zur Stellensuche

Folgende Regeln liegen der Fair Company-Initiative zugrunde

 

1. Fair Companies ersetzen keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, Volontäre, Hospitanten oder Dauer-Aushilfen.
Praktika dienen dazu, praktische Erfahrungen und neue Kenntnisse zu sammeln. Auch wenn Praktikanten in Projekte eingebunden sind und feste Aufgaben übernehmen, ersetzen sie keine festangestellten Mitarbeiter. Trainees und Volontäre erhalten einen Ausbildungsplan und einen existenzsichernden Lohn. 

2. Fair Companies vertrösten keinen Hochschulabsolventen, der sich auf eine feste Stelle beworben hat, mit einem Praktikum.
Bewerber müssen nicht erst mit einem Praktikum einem potenziellen Arbeitgeber beweisen, dass sie für eine Festanstellung geeignet sind. Um sich gegenseitig und die Arbeitsaufgaben kennenzulernen, ist die reguläre Probezeit da.
  3. Fair Companies ködern keinen Praktikanten mit der vagen Aussicht auf eine anschliessende Vollzeitstelle.
Bestehende Praktikumsverhältnisse werden nicht mit dem Hinweis verlängert, dies ebne den Weg in die Festanstellung. 

4. Fair Companies bieten Praktika zur beruflichen Orientierung vornehmlich während der Ausbildungsphase an.
Praktikumsplätze werden überwiegend für Studierende angeboten. Ein Hochschulabschluss darf keine Bedingung für eine Beschäftigung als Praktikant sein. Freiwillige Praktika nach einem abgeschlossenen Studium (Bachelor oder Master) sind jedoch möglich. Das gilt auch für Studierende in einem Zweit- oder Aufbaustudium. Natürlich gelten auch für freiwillige Praktika die Fair Company Regeln.

5. Fair Companies zahlen Praktikanten eine adäquate Aufwandsentschädigung. Entscheidend für die Höhe des Lohns sind das Aufgabengebiet und die Vorkenntnisse des Praktikanten sowie die Dauer des Praktikums.
  Bei mehrmonatigen Einsätzen sollte sich das Salär am Bafög-Höchstsatz von zurzeit 670 Euro pro Monat orientieren, mindestens aber bei 300 Euro liegen. Eine geringere Bezahlung gibt es nur bei Vorpraktika.

6. Fair Companies informieren ihre Praktikanten über das Regelwerk und machen ihre Praktikanten auf die Feedback-Adresse aufmerksam.
Die Praktikanten sollen wissen, auf welche Regeln sich das Unternehmen einlässt. Diese Form der Transparenz ist ein unverzichtbarer Bestandteil des funktionierenden Feedback-Systems. Meldungen von Regelverstößen: faircompany@karriere.de

7. Fair Companies machen ihre Teilnahme und das Regelwerk transparent. 
Unternehmen können ihre Fair Company-Mitgliedschaft selbstverständlich vielfältig im Print und online kommunizieren. Dabei verpflichten sie sich, an geeigneter Stelle auf die Regeln und Kontaktmöglichkeit auf karriere.de hinzuweisen.