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Fair Companies - Fair Company-Regeln Zur Stellensuche

Folgende Regeln liegen der Fair Company-Initiative zugrunde

 


1. Fair Companies bieten Studierenden Praktikumsplätze an, die der beruflichen Orientierung dienen.


Praktika dienen dazu, in Unternehmen Erfahrungen und neue Kenntnisse zu sammeln sowie sich während der Ausbildungsphase beruflich zu orientieren. Auch wenn Praktikanten, Hospitanten oder Volontäre in Projekte eingebunden sind und feste Aufgaben übernehmen, ersetzen sie keine festangestellten Mitarbeiter. Praktikumsplätze werden überwiegend für Studierende angeboten. Ein Hochschulabschluss darf keine Bedingung für eine Beschäftigung als Praktikant sein. Freiwillige Praktika nach einem abgeschlossenen Studium (Bachelor oder Master) sind möglich. Das gilt auch für Studierende in einem Zweit- oder Aufbaustudium.  

2. Fair Companies geben Praktikanten klar definierte Aufgaben und Ziele und nennen einen festen Ansprechpartner im Unternehmen.

Welche Aufgaben oder Projekte ein Praktikant übernehmen soll, in welchem Team er arbeitet und wer sein direkter Vorgesetzter ist, wird spätestens am ersten Arbeitstag festgelegt. Dem neuen Mitarbeiter wird zudem ein fester Ansprechpartner in der Abteilung oder der Personalabteilung genannt.
 
3. Fair Companies stellen Praktikanten für einen sinnvollen Zeitraum ein.


Freiwillige Praktika dauern nicht länger als sechs Monate. Längere Praktikums-Zeiträume von maximal bis zu einem Jahr werden nur dann vereinbart, sofern die jeweilige Studienordnung diese vorsieht. Darüber hinaus verlängern Unternehmen den Praktikumsvertrag nicht, sondern bieten Praktikanten in diesem Fall eine reguläre Stelle an. Bestehende Praktikumsverhältnisse werden nicht mit dem Hinweis ausgeschrieben oder verlängert, dies ebne den Weg in die Festanstellung. 

4. Fair Companies vertrösten keinen Hochschulabsolventen, der sich auf eine feste Stelle beworben hat, mit einem Praktikum.

Bewerber müssen nicht erst mit einem Praktikum einem potenziellen Arbeitgeber beweisen, dass sie für eine Festanstellung geeignet sind. Um sich gegenseitig und die Arbeitsaufgaben kennenzulernen, ist die reguläre Probezeit da.

5. Fair Companies zahlen Praktikanten eine adäquate Aufwandsentschädigung.

Das Aufgabengebiet und die Vorkenntnisse eines Praktikanten sowie seine Einsatzdauer sind entscheidend für die Vergütung des Praktikums. Bei mehrmonatigen Einsätzen sollte sich das Salär

 
am Bafög-Höchstsatz von zurzeit 670 Euro pro Monat orientieren, es sei denn eine gesetzliche Regelung schreibt eine höhere Entlohnung vor. Eine geringere Bezahlung gibt es nur bei kurzen Schnupper- und Schülerpraktika.

6. Fair Companies schaffen Transparenz über Aufgaben, Ansprechpartner und Zielsetzung des Praktikums sowie über das Regelwerk.


Die Praktikanten sollen wissen, was Ziel und Inhalt des Praktikums ist, und auf welche Regeln sich das Unternehmen einlässt. Als Fair Company verpflichtet sich das Unternehmen, die Regeln des Fair-Company-Codex an geeigneter Stelle intern (Intranet, als Anhang zum Praktikantenvertrag,
Aushang, …) öffentlich zu machen sowie auf die Kontaktmöglichkeit auf karriere.de hinzuweisen.

Diese Form der Transparenz ist ein unverzichtbarer Bestandteil des funktionierenden Feedback-Systems.

Das Unternehmen verpflichtet sich im Rahmen der Qualitätskontrolle, die Praktikanten aktiv dazu aufzufordern, ihre Erfahrungen nach ihrem Einsatzzeitraum anhand des Fair Company-Fragebogens mitzuteilen.